Ruhig ist’s hier – aber der Sommer gehört in vollen Zügen genossen. Und so ein Karenzpapa hat einfach keine Zeit zum Schreiben. 😉
Also, hier der Monatsbericht:
Das kleine Fräulein ist 75 cm groß, wiegt rund 9 kg – wenn das kein Beweis ist, dass es den beiden gut geht im Sommer!
8 Zähnchen blitzen uns entgegen, wenn sie zum Lachen ansetzt. Und diese Zähne beissen gut und alles. Laugenstangerl, Reiswaffeln, Fleisch, Nudeln, Bananen, Äpfel, Zucchini, Essiggurken, Kuchen, ….
Flora hat einen Kinderarzttermin mit dem Papa hinter sich und ich habe bei beiden keine bleibenden Schäden entdecken können. 😉
Zähneputzen funktioniert inzwischen schon recht gut, viel spannender ist aber das Hände waschen und Wasser so im Allgemeinen.
Des Blümchens liebstes Spielzeug ist das Lauflernwagele – mittlerweile kann sie es selbst aufheben, drehen und somit die Richtung ändern. Nur macht sie es so unsanft, dass sich die Nachbarn unter uns bald beschweren werden. Um dies zu verhindern, hat sie nun ordentlich Gewicht zu schieben – der Papa setzt sich nämlich rein. 😉
ABER: Sitzen im Kinderwagen ist sowas von fad! Am liebsten mag unser Blumenmädchen nämlich gehen. Dafür schnappt sie sich zwei Finger und dann marschiert sie los! Und wehe, wir Fingerspender sind nicht schnell genug! Schritte ohne Sicherheitsnetz (also die Mamafinger) gibt es wenige bis keine.
Flora hat die Tiere entdeckt. Auf Pferde und große Hunde zeigt zielstrebig hin, es gibt ein großes erstauntes, ja auch aufgeregtes Gesicht und „oh, oh, oh“. Bei einem Hund vielleicht auch ein Wau. Tauben sind auch toll, weil sie so gerne am Boden spazieren.
Unser kleines Mädchen macht alles nach, was ihr gefällt. Auch Kaffee trinken aus ihrer kleinen Puppenspieltasse, kochen, umrühren, und neuerdings telefonieren. Ich hab selten so eine Tratschtante erlebt. Anscheinend telefoniert sie mit einer Freundin auf Kisuaheli – der Nordtirol-Opa hat die Sprache gleich erkannt. Na hoffentlich hat Flora einen günstigen Auslandstarif bei ihrem knietschgrünen Handy. 🙂
Sie versucht auch gerne, Knöpfe auf und zu zu machen, Bänder einzufädeln, sie liebt es, mit den Klettverschlüssen ihrer Schuhe spielen, sie versucht, sich eine Hose oder ein Shirt selbst anzuziehen, sie erzählt ihrer Puppe Lilly was sie erlebt hat und der Kräuterbande werden die Träume berichtet. Beim Autofahren quatscht sie aus der zweiten Reihe, singt mit und beschwert sich auch manchmal über die furchtbare Musikwahl ihrer Eltern. Wenn Flora lacht, dann krümmt sie sich manchmal vor lauter Lachen, hält sich die Hand vor den Mund und gackert und kichert.
Mit OmaOpaOnkelTante Nordtirol haben wir die Orangerie in Stams leer gegegessen (da waren wir nämlich die Geburtstage vom Papa und vom Onkel vorfeiern) und im Anschluss das Ötzidorf unsicher gemacht.
Im Schlosspark Amras haben wir ein Outdoor-Fotoshooting gemacht, die Laufenten beobachtet, und uns vor den Gänsen in Acht genommen.
Neuerdings schläft das kleine Fräulein auch nicht mehr so verlässlich im Kinderwagen ein, die Angst, etwas zu versäumen ist einfach zu groß. Dafür klappt das Ein- und meistens auch das Durchschlafen daheim im Bettl sehr gut.
Wir haben Flora auch schon ein paar Mal beobachtet, wie sie sich gemütlich am Bauch liegend Sachen genau anschaut. Die Nase wird ca. 1 cm vor der Buchseite platziert und dann wird alles gesehene ausführlich kommentiert. Bei der Gute-Nacht-Geschichte gibt es zwei, drei Lieblingsseiten und mittlerweile wurde aus dem Vorlesen ein gemeinsames Lesen und beobachten. Ich genieße es auch sehr, wenn es sich das kleine Mädchen mit einem Buch auf meinem Schoß gemütlich macht.
Wenn wir in den letzten Wochen die Köpfe zusammen gesteckt haben, weil viel zu besprechen war, dann wollte das kleine g’schaftlige Mädchen mit dabei sein, hat ebenfalls auf Plänen und in Heftchen mit den Fingern gedeutet und mitgeplaudert.
Und neugierig, warum wir Unterlagen gewälzt haben?
Flora hat auch auf ihrer ersten Hochzeit getanzt und hat sich flugs in den Schlagzeuger verliebt. Und wir mussten uns auf einer Beerdigung leider auch von jemandem verabschieden.
Und auch OmaOpaTanteOnkels Lienz haben wir wieder besucht, der Tante beim Querflöten zugeschaut und Unmengen von Schleckeis und anderen guten Sachen gegessen.
Natürlich gab es auch wieder jede Menge Treffen mit Karenz-Mamis, Neo-Karenz-Mamis, Arbeitskollegen-Papis, Kaffee-und-Kuchen-und-Eis-Jour-Fixe mit Oma, doch davon soll der Karenzpapa mal selbst erzählen, wenn er die Zeit dazu findet. 😉