Wie lange musste Flora uns mit schmachtendem Blick beim Essen zuschauen…. Wie oft hat die zuckersüße Kinderärztin schon gesagt, dass wir „an sich“ mit der Beikost anfangen können. Und spätestens seit dem Fläschchendesastererlebnis bei der Weihnachtsfeier wussten wir: Es ist Zeit für etwas Neues. Beikost!
Gut, dann besorgen wir mal die Zutaten. Ratlos stehe ich mit der bei uns urlaubenden Lienz-Oma im Laden vor einer meterlangen Auswahl an Breien. Was darfs denn sein? Ein Gläschen oder Pulver, anzurühren mit Wasser oder Milch, oder vielleicht doch noch ein Fläschchen oder gar alles selber kochen? Hmmmm. Wir wählen den einfachsten Weg – ein Gläschen Karottenbrei muss her, fürs Experiment.
Erwartungsvoll (wir, nicht Flora) setzen wir unsere Kleine in den Hochstuhl. Der Florapapa hat sich die Videokamera geschnappt, denn dieser Meilenstein gehört dokumentiert. Lätzchen um, Gläschen auf und zuerst selbst mal kosten. Naja, wirklich lecker schmeckt anders, aber da wird sie schon noch draufkommen. 😉
Vollkommen erstaunt (wieder wir) reißt Flora den Mund meilenweit auf und kann es nicht erwarten, dass der Löffel mit dem bunten Zeug drauf in ihrem Mund landet. Und dann? Kann ich mich vor Lachen gar nicht mehr zurück halten. Das Gesicht wird übelst verzogen und der Brei wird schnell wieder nach draußen geschoben. Die Zunge hat keine Ahnung, was sie mit dem Zeug anfangen soll. Doch die größte Überraschung (für uns) kommt jetzt: der Mund ist schon wieder offen, also setzen wir erneut an. Das Spiel wiederholt sich ein paar Mal und wir sind paff. Die Zeit war offenbar mehr als reif, denn dem Mädchen hat es mindestens so viel Spaß gemacht, wie uns. Und geschmeckt hat das bisschen, das drin geblieben ist auch!
Es wird wohl nicht mehr lange dauern, dann kennt auch die Zunge ihren Job und wir werden uns quer durch den Gemüsegarten (und das Drogeriemarktregal) kosten! 😉