19 Monate

ca. 83cm, 10,5 kg, 12 Zähne und ein paar in „Arbeit“, Schuhgröße 21-22

Das Christkindl war in allen Teilen Tirols sehr fleißig und aufmerksam, es gab viele wunderbare Geschenke, zB. eine Holzeisenbahn, einen Schianzug (jetzt wurde der dazu bestellte Schnee endlich auch geliefert 😉 ), Bücher und Bretter zum Malen, Kleidung, einen Arztkoffer (der hat schon gute Dienste geleistet, Lilli hatte schon unglaublich viele Wehwehchen), einen kleinen Roller, mit dem die Wohnung befahren wird und eine kleine Marschtrommel, die sicher deine Lienz-Onkels bald aus dem Schlaf reißen wird. 😉

Wir haben die vielen Tage mit dem Florapapa im Urlaub genossen.

Mit Flora’s Planschbeckenfreund Marcel und seinen Eltern waren wir zum ersten Mal in der Erlebnistherme im Zillertal – wir müssen unbedingt öfter schwimmen gehen, denn unser Mädchen mag zwar das Wasser, aber sie hat sich trotzdem ganz schön fest an mir festgeklammert.

Das alte Jahr haben wir ordentlich verabschiedet, das Neue wurde willkommen geheißen, diesmal bei unserem Lieblingsbauer in St. Koloman. Das Feuerwerk hat die Kleine sowas von verschlafen… Der Hauskater Loki ist ihr zwar noch nicht ganz geheuer, aber sie ist bei jeder Begegnung etwas mutiger geworden.

Neu im Jahr 2013: Flora wird zum Trotzkopf. Schreiend. Tobend. Mit hochrotem Kopf. Luftholen. Weiterschreien. Im Idealfall stell ich das tobende Etwas in einem Eck ab und es kommt von selbst, wenn es sich wieder beruhigt hat. Trösten, gut zureden, streicheln – das bringt alles nix.

Ich habe nun meine ganz persönliche Haushaltshilfe: Flora will ihre „mindel“ selber „meissen“, die Socken landen in der Waschmaschine (oder auch im Klo), beim Aufhängen werden die Kleidungsstücke zuerst begutachtet, eventuell muss man noch schnell den Boden damit wischen, bevor ich sie aufhängen darf. Ein erster Berufswunsch tut sich auf: Barfrau: denn Kaffeemachen kann unsere Flora schon.

In den letzten Wochen hat sich vor allem in der Sprachentwicklung viel getan. Sie quatscht überall mit und manchmal komm ich gar nicht zu Wort. Alles wird kommentiert. Das Gute dabei: ich lerne etwas „Florinisch“.

Wenn Flora merkt, dass es bald etwas zu Essen gibt, möchte sie sofort am „Tuihl“ sitzen. Das selber essen funktioniert immer besser. Mit unglaublichem Eifer werden Löffel und Gabel eingesetzt. Manches ist „heissss“ oder „waaam“ anderes ist „wawawawa“ (kalt). Zur Jause schmecken „kesi“, aber auch „wust“ und“kese“. „Nunu“ (nudeln) gibts meist zur Hauptmahlzeit, „bassa/wassa“ steht für Wasser/Saft/Milch und wenn Flora „satt“ ist, schiebt sie den Teller demonstrativ von sich weg.

Händewaschen ist auch so eine Sache. Am liebsten immer und ausgiebig. Die Ärmel werden dabei schon mal bis unter die Achsel hochgeschoben. Baden würde Flora auch gerne jeden Tag, stundenlang. Und wir müsen uns jedes Mal eine Strategie überlegen, damit das Vergnügen nicht im absoluten Desaster endet. „Baden. Bitte. Bad. Bitteeeee. Bitteeeee. Bitteeeee.“ Sie tut mir ja schon fast wieder leid, aber wenn die Fingerchen mal schrumpelig sind, ist es Zeit aus der Wanne zu hüpfen.

„Papa“ hat mehrere Bedeutungen: 1. der Papa ist der Papa, 2. wenn der Teller leer ist und der Barbapapa am Boden entdeckt wird, 3. und es kann „pfiati“ heißen. Pfiati heißt aber auch „bye“ und „suss“. Wenn wir gehen, muss man einen „sal“ und eine „kabbie“ anziehen (selber natürlich), „aussi“ heißt, dass man überall hinaus will, wo man festgehalten wird (im Stuhl, im Kinderwagen, im Bett…). „Hinauf“ oder „hoppern“ heißt „appa“.

„Ato“ fahren klappt noch immer gut, wobei unser Mädchen es lieber hat, wenn’s noch hell ist, weil da kann man mehr sehen. Und wenn man beim Fahren noch ein „kesi“ bekommt, dann ist die Welt sowieso in Ordnung.

Wenn Flora was hinunter fällt, kommentiert sie das mit „hoppala“. Das hören wir oft. 😀

Und noch ein neues Wort hat sich eingeschlichen: „meins“. Da ist keine weitere Erklärung notwendig. Aber meistens ist Flora recht höflich, sie hat die Zauberworte „bitteee“ und „ganke“ entdeckt.

„Mapa“ heißt übrigens Mama und Papa gemeinsam. Klingt ja auch netter als „Eltern“.

Immer öfter werden auch alle Stufen bis in den vierten Stock ganz ohne Hilfe erklommen, nur abwärts dürfen wir Flora tragen. Zirka 11 Kilo tragen sich runter eh leichter. Kaum oben angekommen, ausgezogen und 3 Minuten gespielt, will unsere kleine Diktatorin wieder „Suhe aziehe“ und gehen. Mit „gomm“ oder „gemma“ verleiht sie ihrer Aufforderung Nachdruck. Bei „gomm“ kann schon mal passieren, dass sie uns an einem Finger durch die ganze Wohnung zieht.

Wir haben mit allen Freundinnen von Flora Kaffee und Kuchen geschlemmt und ordentlich gespielt. Hin und wieder entdecken wir auch hier das Zicken-Gen, oder eher zeigt sich das Einzelkind: teilen geht nämlich gar nicht….

Der Flora-Papa hat für unser kleines, großes Mädchen einen eigenen „Praktikantinnenarbeitsplatz“ im Büro eingerichtet. Das Tischchen ist in erster Linie zum Malen, Zeichnen und gescheid sein gedacht, aber wenn dem Mädele ein guter Entwurf gelingt, wird ihn der Papa sicher gerne verwenden.

Es gäbe noch so viel, aber bevor es für euch langweilig wird… noch ein Bild!

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