in die Nase stecken, sagte Monika noch zu dir, liebe Flora, doch es liegt in der Natur der Kinder (und auch mancher Erwachsenen), dass man genau das Gegenteil des Empfohlenen macht. Und so kam es, dass ich zum ersten Mal den Anruf aus der Kinderkrippe bekam „Es tut mir leid, dass ich dich anrufen muss, aber Flora hat sich eine Bohne in die Nase gesteckt.“
Hm. Was mach ich jetzt? Kinderarzt, HNO oder Klinik? Schnell frage ich die Runde im Büro (was für ein Glück, dass das genau an meinem einzigen Arbeitstag in der Woche passiert), schütte den letzten Schluck Kaffee in mich hinein, packe meine sieben Sachen und mache mich auf den Weg in die Kinderkrippe. Unterwegs informiere ich den Papa, damit er seine Arbeitkollegin um Tipps fragen und anschließend schon mal Flora beruhigen gehen kann.
15 Minuten später stehe ich vor der Kinderkrippe, der Florapapa kommt mir grinsend entgegen und hat den Übeltäter in der Hand. Was für ein Glück. Wie er wieder rauskam? Nunja, der Florapapa eilte nach meinem Anruf sofort in die Krippe, erwartete ein tobendes, verzweifeltes Kind und wurde von einer seeeehr gelassenen Flora empfangen. Beim Anziehen wollte sie erneut den Finger in die Nase stecken und nach einem Trotzanfall, weil der Finger nicht hineindurfte, kam die Bohne wieder zum Vorschein.
Was für ein Start in den Tag. Aber solange es nichts Schlimmeres ist, legen wir diese Anekdote einfach unter „muss das Kind mal ausprobiert haben“ ab. 😉