Endlich: wir sind jetzt vier Palfrader.

2015_10_03_PalfraderIhr lieben Mitlesenden,

ihr habt sicher schon mitbekommen, dass wir in den vergangenen Wochen ein Familien-Freunde-Fest geplant haben. Samstag vor zwei Wochen war es dann soweit: pünktlich um 11.20 Uhr (und ein paar unverschuldete Verzögerungsminuten später) haben wir uns im Trausaal im Goldenen Dachl eingefunden. Eine kleine, feine Zeremonie, ein paar Unterschriften, zwei Ringe und ein paar Freudentränchen später waren wir plötzlich (?) endlich (?) ganz offiziell vier Palfrader.

Wie der Tag war, wollt ihr wissen? Wir…

* wurden mit Reis vorm Goldenen Dachl beworfen (die letzten Reiskörner purzeln noch immer aus allen möglichen Kleidungsstücken und Taschen raus),
* wären beinahe zu unserer eigenen Hochzeitsfeier zu spät gekommen (vielen Dank auch an den in zweiter Reihe parkenden Autofahrer in der Congressgarage),
* hatten beim Bierstindl zu Beginn sogar Live-Musik und einen gemütlichen Empfang sowie einen lässig dekorierten Tonnensaal, viel und leckeres Essen,
* haben für ein bisschen Unterhaltung für groß und klein gesorgt (sind alle Stickeralben gefüllt?, bitte melden, wenn noch es noch Lücken gibt),
* haben von ein paar unverbesserlichen Freunden Geschenke erhalten (vielen vielen Dank dafür! Aber wir laden euch zur kirchlichen Trauung dennoch wieder ein 😉 ),
* haben hoffentlich mit allen Gästen ein bisschen quatschen können,
* sind mit dem „harten Kern“ lange gesessen,
* wir sangen ein Geburtstagsständchen mit Ukulelenbegleitung,
* wir freuten uns über eine wunderschöne und superleckere Hochzeitstorte,
* wir haben nun Fingerabdrücke von allen Gästen (und werden sie natürlich nicht gegen sie verwenden) auf unserem Gästebaum,
* haben einen spontanen Hochzeitstanz zu später Stunde hingelegt …
* hatten die besten Gäste der Welt auf unserer Hochzeitsfeier,
… hatten in Summe einen wunderbaren Tag.

Danke auch für all eure Glückwünsche, die uns über die verschiedenen medialen Kanäle erreicht haben.

Wir müssen nicht mehr allzu lange auf die Fotos unseres Fotografen warten, mit dem wir beim Spaziergang durch die Stadt viel Spaß hatten. Auf die Fotos, die während der Trauung gemacht wurden, bin ich besonders gespannt, da war ich nämlich etwas abgelenkt und konnte nicht in die Kamera strahlen.

In diesem Sinne: wir sind jetzt vier Palfrader und somit auch dem Namen nach eine Familie. (Und ich werde sicher noch einige Mal „falsch“ unterschreiben. Man verzeihe es mir, ich habe schließlich viele Jahre Übung darin.)

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Der Sommer ist vorbei – Willkommen im zweiten Kindergartenjahr!

2015_09_14_Flora_zweitesKiGaJahrNeun Wochen Sommerferien liegen hinter uns. Lange, vollgepackte, abenteuerbeladene, urlaubsreiche, sonnig heiße, schöne Familien-Sommerferien. Was haben wir nicht alles erlebt! Wir haben

  • unsere Füße in den Pragser Wildsee gehalten
  • den Wasserpark Galitzenklamm „durchschwommen“
  • eine rasante Fahrt mit dem Osttirodler erlebt (zumindest die Erwachsenen)
  • schöne Kleider und Anzüge für den großen, nahenden Tag gekauft und ganz viel organisatorischen Kram dafür erledigt.
  • auf der Terrasse im Plantschbecken gebadet und die Terrasse für Laurin freigegeben
  • dem kleinen ähm großen Mädchen das Fahrradfahren beigebracht (naja, so fast)
  • Urlaub am Bauernhof gemacht
  • das Heckentheater in Salzburg besucht
  • Geburtstage gefeiert (einen ersten, einen runden und einen sehr heißen)
  • noch mehr Geburtstage gefeiert
  • einen ausführlichen Spaziergang am Piburger See gemacht
  • in Seefeld beim Wildsee beinahe Kühe gestreichelt, dann aber doch lieber Schwarzbeeren, Erdbeeren und Himbeeren gesammelt
  • am heißesten Sonntag im August einen Ausflug an den Starnberger See und zur Roseninsel gemacht
  • die Wohnung ein kleines bisschen entrümpelt (da ginge noch soooo viel mehr! *michselberanderNasenehm* )
  • die Alpenzootiere nach einem heißen Sommer im Herbst begrüßt
  • Flora und Papa ins Joy „geschickt“
  • Wiesenblumensträuße gepflückt, Riesenraupen beobachtet, Pferde gestreichelt, Meerschweinchen im Streichelzoo gehalten, uns vor Hunden, Katzen und Hühnern gefürchtet
  • den Kristallwelten in Wattens einen Besuch abgestattet und ordentlich Glitzerschmuck erbeutet
  • das Gitterbett (nochmal) tiefer gelegt, den Wickeltisch aus dem Schlafzimmer ausgesiedelt
  • Laurin beim Sofa-Erklimmen-Lernen beobachtet
  • Küchenschränke ausgeräumt (also ihr Kinder) und wieder eingeräumt (also ich)
  • Eiskönigin und/oder Braut gespielt
  • ganz wild zu lauter Musik getanzt
  • Herbstschuhe für den Kleinen und Kindergartenpatschen für die Große besorgt….

Und plötzlich waren die Ferien rum. Heute morgen hat das zweite Kindergartenjahr begonnen. Ganz routiniert, ohne große Aufregung hat Flora ihren Platz im Kindergarten wieder eingenommen, die über den Sommer nicht getroffenen Freunde wurden begrüßt und die neuen SpielkumpelInnnen werden beschnuppert und in Kürze ist der erste Tag schon wieder gelaufen.

Der Sommer war schön, der Herbst wird es auch und ich wünsche dir, liebes groß gewordenes Floralein, ein tolles, aufregendes zweites Kindergartenjahr. Lieber Laurin (Frechdachs, Gauner, Herzensbrecher), du wirst deine Schwester (dein Vorbild, Spielfreundin, die, mit den supertollen Ideen) ein bisschen vermissen, aber sicher ganz schnell die exklusiven Mama-Vormittage wieder genießen. Denn schneller als mir lieb ist, wirst du bei den Winzingern deinen Platz einnehmen…

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Hoch und runter … den ganzen Tag …

Es war nur eine kleine Ankündigung Mitte Juni, die bei der jungen Dame für unglaubliche Freude gesorgt hat. „Wenn ich Urlaub habe, können wir ja einmal ins Joy fahren.“ Dieser Satz hat zu fast täglichen Nachfragen geführt, wann denn mein Urlaub nun endlich beginnt.

Wenn die junge Dame bereits in der Pubertät wäre, würde der Name Joy sicher gut zu einer ländlichen Diskothek passen. Im zarten Alter von 4 Jahren ist der Ort der Träume mit Namen Joy eine ehemalige Produktionshalle, die zu einem Spiel- und Abenteuerparadies umgebaut wurde. Neben einem gigantischen Klettergarten gibt es Rutschen, eine Hüpfburg, Rollrutsche, Trampoline, und, und, und.

Gleich am zweiten Tag meines Urlaubs war es soweit. In aller Früh starteten das Papa-Tochter-Duo Richtung Joy. Die Vorfreude bei Beiden war gigantisch. Einen ganzen Tag nur rumtoben und Spaß haben.

Es war noch nicht viel los, als die junge Dame in den Laden tobte. Die Energie ist in Worten nicht zu beschreiben. Nachdem wir die Halle betreten hatten, sauste der kleine Powerknopf fast eine Stunde ununterbrochen zwischen allen Geräten hin- und her. Und der Papa mit größtmöglicher Anstrengung hinterher.

Rauf in den Klettergarten, dann gleich die Wellenrutsche wieder runter. Nochmal. Nochmal. Nochmal. Dann die Rollenrutsche. Und wieder und noch einmal. Ein paar Angebote waren dem Powerzwerg noch unheimlich, wie die komplett geschlossene 180-Grad Rutsche (Dem Papa auch).

Nach einer Stunde war der Herr Papa, dann doch etwas müde und setzte sich mitten in den Klettergarten mit perfekten Überblick über das Areal. Der Blondschopf sauste weiter im Kreis, immer wieder heftig zum Papa winkend, damit der auch alles sehen kann.

Nach einem geschätzten Halbmarathon an gelaufenen Kilometern zwingt der Erziehungsberechtigte die junge Dame zu einer Pause mit viel Wasser. Der Kaffee ist lecker und der Schokokuchen wird gerecht aufgeteilt.

Am Rückweg in die Spielhalle besuchen wir kurz die Chill-Out Zone mit Schaumstoff-Bauklötzen und großen LEGO-Klötzchen. Wir zeigen den anderen unser architektonisches Können, das von zuhause DUPLO geübt ist und beeindrucken die anderen Kinder unter dem Motto: „Schaut mal, was ich und mein Papa alles können.“

Nach der Pause ist die Energie zurück und wir widmen uns gemeinsam der Hüpfrutsche und der Hüpfburg.

Gegen Mittag bemerkt der Papa dann einen langsam einkehrenden Geschwindigkeitsverlust beim Rumlaufen. Auch die Trampolinsprünge sind nicht mehr mit der morgendlichen Kraft vergleichbar. Irgendwie scheint es, als ob die junge Dame nun doch auch langsam müde werden würde. Auf die Frage, ob wir langsam wieder Heim fahren sollen, gibt es ein sanftes Kopfnicken. Kein Widerspruch. Der Akku ist leer. Fast. „Ein Mal noch rutschen, bitteeeee.“ Ok, kein Problem. Da man das korrekte Zählen erst in der Schule lernen wird, ist es dem Papa auch egal, dass aus dem ein Mal rutschen insgesamt fünf Mal rutschen und noch ein paar Mal sachtes Trampolinwiegen wird.

Gegen eins verlassen wir das Joy und die Dame beobachtet mit müdem, starrem Blick die vorbeifahrende Landschaft.

Zuhause angekommen müsste die Mama beschreiben wie wir beiden Helden gewirkt haben. Fakt ist, dass wir sofort ein Erholungsschläfchen gebraucht haben und erst zwei Stunde später wieder aufgewacht sind.

Es war ein supertoller Tag, den wir Ende August, kurz vor dem Ende meines Urlaubs, noch einmal wiederholt haben. Und das mit der Disko kommt dann später.

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{Laurin} EINS

2015_07_22_Laurin_EINSIrgendwas ist heute anders. Mama, Papa und Flora sind ganz aufgedreht. Meine Schwester singt schon seit der Früh „Happy Birthday“ und „Hoch soll er leben“, aber ich weiß nicht, was das bedeutet. Ich habe Luftballons auf meinem Stuhl entdeckt und da stehen lustige Dinge statt meinem Teller auf meinem Platz. Über meinem Bett hängt auch noch eine bunte Girlande, die hing doch gerade noch bei Flora, nicht? Mir ist das zuviel, ich gehe eine Runde schlafen.

Nach dem Schläfchen, es kann kaum länger als ein paar Minuten gedauert haben, kommen Oma und Opa zu Besuch und sie knutschen und knuddeln mich ganz besonders. Sie haben auch große Pakete dabei, die ich auspacken soll. Vorher macht Papa noch Fotos von mir und uns, ich würde viel lieber den Kuchen mampfen. Endlich beachtet Mama mein energisches Fingerzeigen und ich bekomme Kuchen, Kuchen, Kuchen!

Und dann soll ich die Dinger auspacken, die da rumstehen. Flora ist so großzügig und hilft mir. Und weil sie so brav geholfen hat, darf sie auch gleich damit spielen, sagt sie. Mama ist anderer Ansicht und ich sitze bald in einem Berg aus Papier und Geschenken. Irgendwie macht das schon Spaß. 🙂

Wieder nur ein paar Minuten später, ich hab noch gar nicht so viel mit Papa und Flora gespielt, Oma und Opa sind auch nur einen winzigen Augenblick geblieben, ruft Mama zum Abendessen. Es gibt mein Lieblingsessen: Nudeln mit Soße (ich würde aber sowieso eh alles essen). Und danach geht’s bald ins Bett, angeblich ist der Tag schon vorbei. Ich bin zwar gar nicht müde, und irgendwas muss in meine Augen gekommen sein, weil ich sie ganz fest reiben muss, die ganze Zeit.

Ob ich morgen auch wieder Geburtstag habe? Das weiß ich nicht so genau. Es war jedenfalls lustig, wir hatten Besuch und wir haben Kuchen gegessen. Das war schön.

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Und plötzlich, ganz unerwartet…

2015_07_15_Deckendieb… hatten wir unser Schlafzimmer wieder für uns alleine. 😉

Wir hatten uns schon Gedanken darüber gemacht, wann der beste Zeitpunkt dafür sein würde. Laurin ist ein ruhiger guter Schläfer, schläft schon lange durch und wenn er mal eine “Hungerhungerhungerichverhungeregleich”-Attacke hat, ist das durchaus zu vertretbaren Zeiten, und tja, was sprach eigentlich dagegen? Wir dachten an den August. Da haben wir wunderbar viel Familienzeit, können das Stockbett besorgen und uns an die neue Situation gewöhnen.

Und dann fuhren wir in Urlaub. Schliefen eine Woche zu viert im Zimmer. Und es klappte super. Wir durften sogar ausprobieren, ob das eine Kind das andere im Fall des Falles (bei uns: Fieber, Weinen, Hunger, alles doof und deshalb muss man sich lauthals beschweren) aufweckt und dann alle vier müde und schlecht gelaunt rumsitzen bzw. -laufen und siehe da: wir haben zwei echte Schnarchnasen. Selbst nächtliche Ruhestörungen haben sie sowas von “istmirpiepegal” weggeschnarcht.

Was lag da näher, als die Gunst der Stunde zu nutzen und das Gitterbett ins Kinderzimmer umzusiedeln? Natürlich nur mit Zustimmung der jungen Dame, die das Zimmer fortan (und für immer) mit ihrem kleinen Bruder teilen muss. 😉

Gesagt, getan – das Bett wechselte das Zimmer und Laurin schläft seitdem im Kinderzimmer. Die erste Nacht war ungewohnt, für uns Eltern und den kleinen Mann. Ich kann mir gut vorstellen, dass er die Nähe, die Schnarchgeräusche und das Licht, wie es vom Vorhang gedämmt wird, vermisst hat und er ist morgens etwas verwirrt im Bett gesessen, aber seitdem läuft es super. Kein Wunder, Flora schnarcht zeitweise wie ein Weltmeister und eigentlich ist es ja schon auch supercool mit der Schwester im gleichen Zimmer zu schlafen.

Das ins-Bett-bringen ist erstaunlicherweise auch kein Problem, selbst beide beim ins-Bett-bringen noch wach sind. Da wird einfach ein bisschen rumgekasperlt und irgendwann wird’s ruhig im Zimmer, da ist eines der beiden Kinder eingeschlafen und beim anderen werden die Augen auch recht schnell schwer.

Es war eine gute Entscheidung, der passende Zeitpunkt und wir Eltern können uns plötzlich im Schlafzimmer wieder laut unterhalten, das Licht zum Lesen andrehen ohne uns Gedanken darüber machen zu müssen, ob wir jemanden aufwecken und ich hab das Gitterbett neben meiner Bettseite auch nur ein ganz klitzekleinesbisschen vermisst. :o)

Und irgendwann siedeln wir dann den Wickeltisch aus. Und dann hätten wir wir sogar Platz für einen coolen, kleinen, feinen Schreibtisch im Zimmer! Yeah!

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Sommer, Sonne, Strand, Meer…

… Pizza, Pasta und Gelato.

2015_07_06_UrlaubCaorle2015Unser Motto für eine ganze Woche, an der nördlichen Adria, Lecci Lido Altanea, Caorle. Perfekt für den Familienurlaub mit kleinen Kindern. Eine Appartment-Anlage mit vielen Pools und das Meer war in wenigen Minuten Fußweg erreichbar. Zusammen mit Flora habe ich gefühlte Tonnen an Muscheln gesammelt (nachdem ich sie irgendwie aus ihrem SandSandSandMuschelnSandSandSand-Delirium geholt habe), am Mädelsvormittag haben wir den Strand umgegraben, die Füße weit ins Meer gehalten und die Wellen genossen. Laurin hat vom Sand und den Muscheln Kostproben genommen (es scheint durchaus geschmeckt zu haben, auch wenn er von Pizza und Pasta noch ein kleines bisschen begeisterter war), wir haben Bekanntschaft mit dem Meer und dem Riesenplanschbecken geschlossen. Auf der Miniterrasse wurden die Muscheln gewaschen, getrocknet, sortiert, bestaunt, wir haben gespielt, entdeckt (Ameisen), gezeichnet und angemalt, Grissini gejausnet….

Geschlafen haben wir zu viert im Zimmer, Laurin hat sich voller Genuss im Reisegitterbett zwischen Flora’s und unseren Betten eingekuschelt und es hat wundervoll funktioniert. Wir sind nie vor halb zehn ins Bett gekommen und haben bis halb 8 „ausgeschlafen“. 😉

Zum Spazieren haben wir den Buggy und die Kraxe gut ausgenutzt, Laurin konnte sich gar nicht satt sehen (und er hat beim Spazierentragen dem Papa die Schulter streichelnd Mut „ausgesprochen“) und Flora war meistens sehr froh, nicht die ganze Strecke zu Fuß gehen zu müssen. (Kleine Diva….)

Einen Mini-Ausflug nach Caorle haben wir auch noch unternommen und wir waren hingerissen. Die Zeit in Caorle verging viel zu schnell, aber wir werden definitiv wieder kommen.

Selbstverständlich schlemmten wir uns durch die Speisekarte unseres „Stamm“-Ristorantes, die Landessprache zu beherrschen ist immer noch ein großer Bonus-Punkt, wir Mädels sind mit dem Riesenkarussell gefahren und haben bei der Kinderdisco zugesehen, das Motto „im Urlaub gibt’s jeden Tag ein Gelato“ haben wir pflichtbewusst eingehalten, wir haben ein Potzblitzdonnerwetterstarkregen-Gewitter im Trockenen beobachtet, waren viel spazieren (mussten leider zweimal fiebernde Kinder pflegen, aber zum Glück haben sie sich schnell erholt), haben uns kleine bunte Andenken gekauft und die vielen bunten Plastik-Strandspielzeuge angeschmachtet und natürlich gab es jeden Morgen einen lecker Cappuccino und ein Cornetto in der Bar. (Außerdem haben wir einen Jahresvorrat an Pasta und Sugo und für den kleinen Hunger auch noch eine Tonne Grissini eingekauft. Und natürlich durfte die eine oder andere Flasche Aranciata nicht fehlen. 😉 )

Es war ein rundum gelungener Urlaub, Italien ist für uns das perfekte Urlaubsland und wenn ich unseren Kindern meine große Italienliebe auch nur ein bisschen vermitteln und abtreten kann, bin ich seeehr glücklich.

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{Laurin} 11 Monate

2015_06_22_LaurinStrandca. 10 kg, 75 cm, Kleidergröße 74-80, Schuhgröße 20, 7 Zähne

Du bist versehentlich ein paar aufeinanderfolgende Schritte frei gegangen. Aber Krabbeln ist dir doch noch lieber. Trotzdem hast du von Oma Anita dein erstes Paar Schuhe bekommen. Du startest auf großem Fuß mit Schuhgröße 20. Der Schuhkauf war übrigens schnell erledigt, du warst sehr kooperativ und Flora hat sich, weil du so brav warst, einen Lutscher aussuchen dürfen.

Manchmal muss ich „Gauner“ bzw. Ausbrecherkönig zu dir sagen. Bis vor kurzem war im Gitterbett ein Gitterstab locker, den hast du regelmäßig ausmontiert. Und du nutzt jede sich dir bietende Möglichkeit um auf die Terrasse zu kommen. Da wird schon mal lockerlässig die behelfsmäßig aufgebaute Barriere aus Stühlen verschoben und du bist schneller auf der Terrasse, als ich verwundert „Laurin?“ rufen kann. Gleich schnell bist du, wenn du dir in den Kopf setzt, das DVD-Regal neu zu sortieren. Da nützt meine läppische Wohnzimmerstuhlsperre rein gar nix, denn derjenige welche wird egal mit dem Popsch auf die Seite geschoben und schon bist du mitten im DVD-Paradies.

Wir sind beim Bebi-Kisuaheli angekommen. Du plapperst, plauderst munter vor dich hin. Einige Favoriten haben sich schon herauskristallisiert: brmbrmbrm, tatatatata, tikitikitikitiki (wenn du hoch konzentriert bist) , aben (du willst essen haben, egal was, am liebsten das, was ich gerade esse). Unterstützt wird dein Hinweis aufs Essen mit einem vehementen Fingerzeig.

Oft habe ich den Eindruck, dass du in Andrea, eine von Flora’s Kindergartentanten, ein bisschen verliebt bist (und sie in dich). Wann immer ich dich suche, bist du entweder in Flora’s Gruppenraum oder auf Andrea’s Arm zu finden. Du würdest am liebsten sofort in den Kindergarten gehen, aber so schnell geht’s nicht. Lass uns langsam beginnen, mit der Kinderkrippe, so ab März 2016? Angemeldet bist du schon mal, die Räumlichkeiten haben wir uns auch schon angesehen und du wirst dich sicher auch dort wohl fühlen.

Wenn Papa nach der Arbeit nach Hause kommt, dann wird er nicht nur von Flora empfangen (zugegeben, manchmal hat sie keine Zeit, weil da ist irgendetwas anderes gaaanz furchtbar wichtig), nein, auch du bist im Affentempo (krabbelnd) in die Garderobe unterwegs um dem Papa ein Willkommenslachen zu schicken, ihm beim Ausziehen behilflich zu sein und natürlich willst du seine Tasche auspacken.

Du schickst Bussis und winkst (zeitverzögert), wenn wir uns verabschieden; du lächelst dein bezauberndstes Lächeln, wenn du schelmisch am Weg bist, bist nach wie vor ein Allesausräumer und ein Allesaufesser.

Nach dem Schläfchen beschäftigst du dich eine Weile im Bett. Wenn ich ins Zimmer komme, werde ich mit einem breiten Grinser angestrahlt. Auf mein „Grias di“ lachst du und dann wirfst du dich rücklings ins Bettchen, weil du genau weißt, dass ich dich jetzt am Bauch auskitzle. Du wartest geradezu darauf und du genießt das sehr. Wir wiederholen das ganze 2 oder 3 Mal, du lachst aus vollem Bauche und dein Lachen ist soooo ansteckend! Wie sehr ich diese kleinen Momente mag.

Wir haben Flora’s vierten Geburtstag gefeiert, am besten hat dir die Party im Joy gefallen, denn da durftest du auf meinem Arm überall mit. Das tollste war die lange rote Rutsche zum Schluss. Und ich hab einen fitnessreichen Nachmittag hinter mir. Beim ganzen Berg an Geschenken interessiert dich hauptsächlich die Verpackung, nur selbst da ist deine Schwester noch recht zurückhaltend, kein Wunder, ist ja alles neu. Macht aber nix, in Kürze hast du Geburtstag und dann gibt’s auch für dich ganz tolle Geschenke in ganz tollen Verpackungen.

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{Flora} VIER

2015_06_18_Flora_VIER

Liebe Flora,

seit heute bist du vier Jahre alt.

Dieses vergangene Lebensjahr war spannend, aufregend, und auch nicht immer ganz leicht für dich, für uns. Du bist eine tolle kleine Persönlichkeit, die genau weiß, was sie will. Du bist eine großartige große Schwester, achtest sehr auf deinen kleinen Bruder. Die Familie ist dir sehr wichtig, wann immer ich mich verabschiede, höre ich ein „ich hab dich lieb und beschütze dich“ von dir.

Du gehst sehr gerne in den Kindergarten und hast auch Freundschaften geknüpft. Das erste Kindergartenjahr ist schon bald vorbei, ihr habt so viel erlebt. Zum Glück bleibt fast die ganze Indianergruppe erhalten und im Herbst werdet ihr wieder auf Abenteuerreisen gehen.

In den vergangenen Wochen ist mir immer öfter aufgefallen, wie „groß“ du geworden bist. Nahezu vernünftige Anflüge habe ich erlebt, wir diskutieren, erklären, verhandeln, du entwickelst Mitgefühl, und weißt, wenn du etwas „Unerwünschtes“ getan hast. Das kommt selbstverständlich fast nie vor.

Aus meinem Bebi wurde ein Kleinkind, ein kleines Mädchen und jetzt ein echtes, richtiges Kindergartenkind, eine kleine Gschaftlhuberin, die mit ihren schulterlangen blonden Haaren wie ein Engel ausschaut, aber auch ein Bengele sein kann. Wer es nicht erlebt hat, wird es mir nicht glauben.

Liebes kleines Engele, meine kleine Große, alles Gute zum Geburtstag, ich hab dich lieb.

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{Laurin} 10 Monate

2015_05_25_LaurinSpitzentaenzerca. 75 cm, ca. 10 kg, Kleidergröße 74-80, 5 Zähne

Wenn deine Schwester gerade schlechte Laune hat und diese in ihrem Zimmer ausweint, findest du es ganz furchtbar, wenn du nicht bei ihr sein kannst. Du schimpfst, zeterst und weinst vor der geschlossenen Kinderzimmertür mit.

Du räumst für dein Leben gerne Küchen aus und machst dabei keinen Unterschied, ob es sich um die Spielküche oder um die echte Küche handelt. Schubladen sind schon lange kein Hindernis mehr, Schranktüren werden auch immer interessanter, der Fernseher ist leider auch in betatschel-Nähe und jedes Stromkabel muss sich vor dir in Acht nehmen. Ob du mit deinen regelmäßigen Ausflügen in die Garderobe deinen Wunsch nach eigenen Schuhen kundtun willst, muss ich erst noch erforschen.

Du würdest gerne auf die Terrasse krabbeln, aber solange du noch nicht laufen kannst, wird das nix mit euch beiden.  Zumindest, wenn ich nicht aufpasse. Denn du hast verstanden, wie du die Schwelle am leichtesten meisterst und bist schneller draußen, als mir lieb ist. Und wenn du draußen bist, legst du den Turbokrabbelgang ein, denn du möchtest UNBEDINGT zu den Blumentöpfen. Das müssen tolle Dinger sein, weil wir Großen andauernd darum herum schleichen.

Du ziehst dich in den Stand und hangelst dich überall weiter. Überall. Versehentlich stehst du manchmal frei. Für Sekundenbruchteile. Am Muttertag hast du dich einfach so für ein paar Augenblicke aufgerichtet.

Du weißt genau, wenn du etwas nicht machen darfst, doch mein „nein“ ignorierst du mit dem bezauberndsten Lächeln, das man sich vorstellen kann. Um den Finger wickeln, das kannst du.

Wenn du etwas nicht magst oder du unzufrieden bist (so mit der Gesamtsituation: Hunger, Pipi, müde, kalt/warm), dann hörst du dich wie ein Auto an: brmbrmbrm. Wenn du etwas zum Essen haben möchtest und du schon im Hochstuhl sitzt, dann fängst du mit den Händen und Beiden gleichzeitig an zu zappeln. Solltest du nahe genug am Tisch sitzen, wird auf den Tisch geklopft. Sollte ich dir dann noch das „Falsche“ zum Essen geben, drehst du dich spätestens beim zweiten Mal um beinahe 180 Grad weg, schiebst meine Hand weg und/oder kneifst den Mund zu. 😀 Du isst fast alles mit, greifst meist selbst danach. Ein Hoch auf den Pinzettengriff! Wir üben noch, dass der Teller auf dem Tisch bleiben soll und nicht zuerst an allen Seiten und Flächen angeschlönzt werden und schließlich auf den Boden fallen soll.

Du brabbelst, plauderst, kuschelst (dabei schnappst du dir ein Kissen, ein Kuscheltier oder einfach die Mama und kuschelst dich mit der Stirn und dann mit dem restlichen Köpfchen so richtig herzhaft daran), kicherst und lachst wie ein Weltmeister, isst deine großen Zehen auf, winkst, hebst deine Hände über den Kopf, würdest so gerne das Zimmer mit dem Klo erkunden, bist eine Wasserratte und möchtest am liebsten immer in die Badewanne. Du fremdelst kaum, du lachst viel und gerne, entdeckst jeden Tag neue Welten und bist ein großer kleiner Held.

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{Flora} 3 Jahre 11 Monate

2015_05_18_Flora_mitMamazumSandalenshoppingca.95 cm groß, rund 13 kg leicht, Schuhgröße 25, Kleidergröße 104/110

Du warst etwas kränklich, hauptsächlich hat dich ein gemeiner Husten geplagt. Doch so sehr, dass du die Waldwoche im Kindergarten ausgelassen hast. Das macht aber nix. Denn bei der großen, wichtigen Muttertagsfeier im Kindergarten warst du dabei. Was war das für eine Aufregung! Tagelang hast du das Lied gesungen, geübt und dich auf die Feier gefreut. Und dann, als es so weit war, warst du ganz ehrfürchtig, angespannt und aufgeregt. Ihr habt das ganz toll gemacht und ich und alle andere Mamis haben sich sehr gefreut.

Im Kindergarten habt ihr überhaupt viel unternommen. Ihr wart zum Beispiel in der Feuerwehr in Inzing und durftet sogar mit dem Feuerwehrauto zurück in den KiGa fahren. Ein gewisser „Florian“ (keine Ahnung, ob der tatsächlich so heißt) hat euch vieles gezeigt und erklärt und du warst sehr begeistert.

Außerdem habt ihr einen Ausflug zum Bauernhof der Oma eines Kindergartenfreundes nach Zirl unternommen, du hast Kühe, einen jungen Stier, Schafe und Pferde aus der Nähe gesehen und dich hoffentlich nicht allzu sehr vor ihnen gefürchtet. Und dann war da noch der Ausflug eurer Indianergruppe mit dem Zug zum neuen Spielplatz in Kematen neben dem Bäcker Ruetz. Ihr kriegt ordentlich was geboten, bei Ilona und Andrea.

Deine Zickereien nehmen aktuell etwas ab, du bist sehr ausgeglichen, was uns allen gut tut. Du passt auch gut auf Laurin auf, er hat mittlerweile viele Freiheiten im Kinderzimmer, du lässt ihn viele deiner Spielsachen erkunden. Ich beobachte euch gerne im Kinderzimmer, ihr spielt zwar noch nicht miteinander, aber ihr genießt die Anwesenheit des jeweils anderen.

Wir spielen und basteln viel, sitzen auf der Terrasse und genießen die Sonne, wenn sie mal da ist. Der Mai war sehr verregnet.

Du durftest dir schon das Geburtstagsgeschenk von Opa Karl und Oma Renate aussuchen (ein Pedalrad-Fahrrad, yeah!), aber du bekommst es natürlich erst zum Geburtstag. Bis dorthin wird noch fleißig laufradfahren geübt.

Irgendwann kam dann doch der Sommer und weil man ohne Sandalen so schlecht Sommer genießen kann, haben wir zwei (nur du und ich) einen schnellen abendlichen Ausflug nach Innsbruck unternommen, für neue Sandalen. Das war sehr schön, nur wir zwei, das machen wir wieder.

Du machst wieder öfter einen Mittagsschlaf, leider muss ich dich nach einer Stunde wecken, sonst würdest du uns abends lange Gesellschaft leisten.

Du hast viele Freundinnen, die sind allesamt recht durchsichtig, um nicht zu sagen unsichtbar: Plantschi, Plantschi-Bebi, Holini. Außerdem heiratest du den Christian (nein, da ist nicht der Papa gemeint) und du hast auch einen Laurin.  Außerdem bekommst du noch zwei Bebis, Tesa und ? (den Namen hab ich leider vergessen). Du hast eine illustre kleine Familie. (Und nein, es gibt keine Neuigkeiten in der Krümelfamilie, die Familienplanung ist abgeschlossen!)

Und natürlich gibt’s noch ein paar Kindermund-Schmankerl:

  • Wo ist der Blubbser? (der Wassersprudler)
  • Mama, red nit in die Mitte!
  • Wir schauen uns ein Buch zu den Namenstagen und den Heiligen an. Natürlich kommt auf einem Bild auch der gekreuzigte Jesus vor. „Mama, warum haben sie den aufs Kreuz gepickt?“
  • Ist der verstopft? (ausgestopft)
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