{Laurin} 39 Wochen und 4 Tage

So lange warst du in meinem Bauch und genau so lange bist du schon bei uns. Nur noch ein paar Wochen, bis wir gemeinsam deinen ersten Geburtstag feiern dürfen. Dann bist du offiziell kein Baby mehr.

Bis es allerdings so weit ist, werde ich dich noch in den Schlaf schaukeln, dich so lange kitzeln, bis wir beide vor lauter Lachen nicht mehr können, wir werden schmusen und catchen und gemeinsam die Welt erkunden.

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{Laurin} 9 Monate

2015_04_22_LaurinSchaukelca 9,5kg, ca. 72 cm (+/-), 4 Zähne, Kleidergröße 74-80

Du plauderst unentwegt (Mamamamam, ginginging oder gigigigigig, gugugug, dadadadadada, tatata, babababab), du entdeckst, probierst und teilst dich mit. Du hast entdeckt, dass du deine Arme über deinen Kopf heben kannst. Du machst die typischen Indianerspiellaute (Hand vor offenen Mund). Du krabbelst im Eilaffentempo durch die Wohnung. Du musst alle Schubladen öffnen und mit mir schimpfen, wenn ich sie wieder schließe. Du warst bei den „Fingerspielen und Kinderreimen“ der Ungestüme, der niemals ruhig sitzen wollte sondern lieber alle Zettel, Kugelschreiber, Spielsachen erkunden wollte. Der als erster im Riesentuch für „Müller Müller Sackl“ saß.

Du isst alles mit. Bist enttäuscht, wenn es banalen Babybrei gibt. Mittlerweile steht ein eigenen Teller mit Nudeln auf dem Tisch. Du verputzt sie alle. Du trinkst 3x täglich (morgens, nachmittags eine kleine, abends vor dem Schlafengehen) noch eine Flasche, und isst Unmengen von kleinen Häppchen. Du schläfst gerne in meinem Arm ein, liebst es aber auch sehr, in dann in deinem Bettchen einzukuscheln. Zum Einschlafen hilft der Lulli schon sehr, aber sonst brauchst du ihn kaum bis gar nicht.

Es gibt Dinge, die du nicht haben darfst und dann schimpfst du – mit mir, mit dem Papa, mit allen, die deinen Erkundungsdrang stoppen.

Du schließt die Türen und hast dir beim Öffnen schon oft die Fingerchen eingeklemmt. Das tut gemein weh. Aber es hindert dich nicht, es wieder zu tun.

Du hast im großen Regal im Kinderzimmer zwei Fächer in deiner Höhe bekommen, damit du da unbekümmert „arbeiten“ kannst. Und du räumst gerne die Legokiste aus. Die ist aber schon fast wieder langweilig geworden. Deshalb räumst du jetzt die Spielzeugkisten aus. Flora ist da mittlerweile sehr großzügig und lässt dich machen.

Du sitzt gerne im Sportwagenaufsatz und beobachtest alles ganz genau. Wenn du nicht mehr magst, dann zeigst du mir das auch sehr genau und versuchst dich mit einer eleganten Krokodilsrolle hinauszudrehen. Zum Glück bist du angegurtet.

Du hast die Schaukeln am Spielplatz erobert. Du sitzt gechillt in der Schaukel und genießt es, schwingend den Überblick über den ganzen Spielplatz zu haben. Flora schupft dich an, manchmal mit Unterstützung von Julia, ihrer besten Kindergartenfreundin, die ganz verliebt in dich ist.

Du bist: Meisterkrabbler, SichindenStandZieherundimmerwiedermalLoslasser, ProfessionellaufdenHinternPlumpser, Draufgänger, Sichvornichtsfürchter, Schaukeleroberer, Badewannenfan, Waschmaschinenerkunder, AllesMitesser (Brot, Wurst, Käse, Knödel, Kekse, Eis, Waffeln, Obst, Gemüse, Fleisch….), imSportwagenBuggyaufsatzsitzer, Selbstaufsetzer, Schubladenöffner, FlorasKücheAusräumer, Dauergrinser, sichbeimWickelnvomTischdreher, OmaVerzauberer, mitdemOpaRaufer, MamaumdenFingerwickler, FloraAnhimmler, SichaufdieZehenspitzenSteller, Immermittendrinseiender, MamaAbschmuser und noch vieles mehr. 🙂

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{Flora} 3 Jahre 10 Monate

2015_04_18_Flora_Blumenmaedchenrund 13 kg, ca. 94 cm, Kleidergröße 98-104-110, Schuhgröße 25

Heute als Monatssteckbrief:

  • Osterhase – selbst die besten Verstecke wurden entdeckt
  • malen, singen, tanzen, zeichnen, basteln, kleben, spielen, …..
  • bockig sein, schimpfen, schreien,
  • Laufradfahren, spielplatzgehen, rutschen, hutschen
  • sich vor Fliegen und Regenwürmern fürchten, aber eine Kuh auf der Terrasse haben wollen
  • Geschichten erzählen, Geschichten vorlesen lassen
  • Kartenspiele spielen, Memory, LÜK
  • Mädchen sein: Röcke und Kleider tragen, Outfit mehrmals nachmittäglich wechseln, Schuhe auswählen, sich schmücken (schminken)
  • Köchin, Künstlerin, MusikimRadiomitsingerin
  • manchmal überraschend vernünftig, oft unglaublich argumentierend, Berufswunsch Polizistin und Politikerin
  • Sprachkünstlerin, Möchtegernschreibmädchen und Möchtegernenglischsprecherin
  • KleinerBrudertrösterin
  • 3 Persönlichkeiten-Inhaberin: Flora, Tea, Johanna. Tea und Johanna haben keine Eltern mehr, die sind gestorben, weil sie so mit ihr geschimpft haben. 😮
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{Laurin} 8 Monate

2015_03_22_LaurinSpielgruppe70,5cm, 9.160 gr, 2 Zähne (der dritte ist in Arbeit), Kleidergröße 74

Diesen Monat beginnt unser erster gemeinsamer Spielkurs – Fingerspiele und Kinderreime. Ich habe den Eindruck, dass es dir dort gut gefällt, jedenfalls hast du sofort den ganzen Raum erkundet und die anderen Babies begrüßt. Beim zweiten Termin haben wir Hand- und Fußabdrücke gemacht, das fandest du nicht sehr lustig. Kein Wunder, du wolltest die Wasserfarben viel lieber ablutschen als die nasse Hand auf das Blatt Papier drücken. Nach etlichen Versuchen haben wir es dann doch geschafft.

Du wurdest krank, Flora hat eine Magen-Darm-Sache aus dem Kindergarten mitgebracht und dich leider angesteckt. Dass dir das Essen nochmals durch den Kopf geht, damit hast du nicht gerechnet; du hast ziemlich gelitten, vor allem das Erbrechen mit eh schon leerem Mägelchen war 🙁 . Zum Glück war das Theater nach 3 Stunden vorbei, du hast dich schnell erholt.

Du hast es nach vielen Versuchen gelernt, wie du dich ordentlich hinsetzen kannst, damit du beide Hände zum Spielen frei hast. Oder zum Winken. Außerdem fandest du es an der Zeit, den Liegewagen endlich (nach 8 Monaten!) gegen den Sportwagenaufsatz zu tauschen.

Du hast exklusiven Besuch deines Freundes Simon bekommen (und nein, natürlich haben Christine und ich uns nicht niemals gar nicht unterhalten, geplaudert und die Zeit genutzt), bei der Mutterkindpassuntersuchung hast du die Kinderärztin von deiner Fitness überzeugt und es passt sowieso und überhaupt alles.

Wir haben einen Ausflug nach Schloss Linderhof gemacht und sind mitten im Schnee gelandet. Sonnenschein und Schneelandschaft, angenehme Temperaturen – so lassen wir es uns gefallen. Eine zeitlang hast du Flora beim Verräumen der Schneebälle von links nach rechts und zurück beobachtet, an mehr kannst du nicht mehr erinnern. Macht nix, wir fahren wieder mal hin.

Auch dem Alpenzoo statten wir einen Besuch ab. Habt ihr eine Vorstellung davon, wie viele Familienkarren sonntags um kurz nach neun schon am Parkplatz stehen?! Bis zu den Steinböcken warst du sehr aufmerksam, in der Bauchtrage hast du auch den besten Ausblick (Flora sieht in der Kraxe noch unwesentlich mehr).

Jetzt dauert es auch nur mehr ein paar Tage bis der Osterhase kommt, Flora wird dir sicher gerne beim Suchen behilflich sein.

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{Flora} 3 Jahre 9 Monate

2015_03_18_Floraca. 94cm, ca. 13kg, Kleidergröße 98-104, Schuhgröße 25

Während ich diese Zeilen schreibe (es ist Mittwoch Mittag), genießen du und Laurin ein Mittagsschläfchen. Die Wohnung ist von der Sonne hell erleuchtet, die Balkontüren stehen weit offen und die milde Frühlingsluft ist eine wahre Wucht. Wir kommen gerade aus dem Kindergarten. Du hast mich mal wieder warten lassen, beim Abholen, weil du mit deinem Bastelbild und vor allem mit dem Ratschen mit deiner Freundin Julia noch nicht fertig warst. Und der Pick (Kleber) war noch gut 2 cm hoch gefüllt, den muss man schon leer machen, das ist Ehrensache. Du hast mir ein Bild gebastelt, mit einem Apfelbaum drauf, mit gemaltem Baum und aufgeklebten Äpfeln, das ich natürlich stolz mit nach Hause genommen habe. Du durftest heute wieder im Buggy heimfahren, denn ihr seid auch spazieren gewesen und du bist seeehr müde (sonst würdest du heute keinen Mittagsschlaf halten).

Wenn du fit bist, haben wir zwei bzw. drei (Laurin ist natürlich überall mit dabei) eine schöne Zeit. Wir basteln, schnipseln, kleben, zeichnen, konstruieren um die Wette, wir spielen Memory (du bist unglaublich gut, Papa muss sich gar nicht bemühen, gegen dich zu verlieren), du spielst mit deinen Stofftieren Kindergarten, du spielst mit Laurin bzw. bringst ihm Spielsachen, wir gehen mit Buggy und Laufrad spazieren, singen, tanzen, lachen, du verkleidest dich, spielst Prinzessin oder Puppenmama oder Lehrerin oder Katze, du erzählst Geschichten und argumentierst, dass mir die Ohren wackeln (auch wenn deine Erklärung schief und krumm ist, Hauptsache der wichtige Tonfall stimmt), wir haben es fein.

Wenn du müde bist, schauen wir zum Rasten eine Zoosendung, hören Radio, wir stecken Bügelperlen auf die Gittervorlage, wir malen, du kuschelst und es kann passieren, dass die Laune umschlägt. Manchmal rettet dich eine kleine Packung Maoam (ausser du wolltest eine andere Farbe, die leider schon „aus“ ist), ein kleiner Zuckerschub kann Wunder wirken. Richtig anstrengend wird es, wenn du zwar müde bist, aber keinen Mittagsschlaf machen willst oder kannst. Dann wird es mitunter laut, denn alles was ich tue oder vorschlage ist falsch und das wird bitterböse und sehr laut kommentiert. Aber das passiert eh nur 3-5 mal pro Woche. 😉

Du machst deine Sache als große Schwester super, bist immer lieb zu deinem Bruder, der nach wie vor „mein bester Freund“ ist. Dir gefällt es, dass er kein winziges Bebi mehr ist, dass er mitmachen kann und will (manchmal sogar zuviel) und dass man ihn jetzt ohne Gefahr jetzt knuddeln kann. Ihr sitzt beide in der Badewanne und könntet nicht unterschiedlicher sein: du, die Prinzessin, der jeder Tropfen Wasser am Kopf/im Gesicht zu viel ist und Laurin, dem das so was von egal ist und am liebsten gar nicht mehr raus will aus der Wanne. Laurin darf auch in „deinen“ Buggy, denn du hast ja das Laufrad. Nur wenn du müde wirst, dann soll der Kleine in die Trage und du willst deinen Platz im Wagen wieder einnehmen.

Du hast ein Mega-Gedächtnis und kannst mit der Sprache gut umgehen, dass ich eine Kategorie „Kindermund“ einführen müsste…. Ich schaffe es fast immer, mir deine Sprüche aufzuschreiben, sonst sind sie nämlich sofort vergessen. „Immer, wenn i red, dann gehen meine Gedanken weg“ oder „I hab die Tür am Halter zugemacht“ und „Auf das Dach hab i an Raucher gemacht“ oder ich schimpfe mit dir „Flora, immer das Gleiche mit dir“ und du antwortest „Ja genau, Mama!“ oder auch „Mama, i freu mi so sehr, dass du jetzt da bist“.

Ich freu mich auch, dass du da bist. In drei Monaten hast du Geburtstag und du wird unglaubliche 4 Jahre alt. Großes Thema ist das Rad mit den Pedalen, das du von Opa Karl geschenkt bekommst, wenn du richtig gut Laufrad fahren kannst. Und die Zeichen stehen gut! Ich werde schon noch den einen anderen Wunsch aus dir herauskitzeln, denn die Zeit läuft und wir haben dieses Jahr noch so viel zu planen!

Jetzt ist aber auch schon wieder Zeit, dich zu wecken, denn später will Papa mit dir noch eine Runde am großen Fahrrad machen, mit dir als Co-Pilotin am Kindersitz. Denn auch das macht Spaß – ich habe mir erzählen lassen, dass du beim letzten Mal die längste Zeit geglucksert und gekichert hast. Drückt mir die Daumen, dass die Laune jetzt nicht allzu schlecht ist, denn eigentlich heißt es ja „Schlafende Kinder soll man nicht wecken!“

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Der Kleine, der ein Großer sein will

2015_02_26_LaurinuntermTischDas ist wohl die treffendste Beschreibung von Laurin. Kein Wunder, er sieht ja alles in 3facher Vorlage, wobei er eindeutig dazu neigt, seine Schwester zu immitieren. Ganz davon abgesehen, dass er sie anhimmelt, mit großen, staunenden, verliebten Augen. (Flora ist zuckersüß mit ihrem Bruder und bezeichnet ihn sogar als ihren Freund. *hachz*)

So kann Laurin, der gerade mal sieben Monate alt ist, sich seit einer Woche in den Stand ziehen, und seit vorgestern sinkt die Umfallrate massiv. Heute war tatsächlich nur mehr ein großer „Bampf“ mit folgendem „Buäääääh“ zu hören. Dafür kann er sich jetzt wieder hinsetzen oder zumindest gezielt hinplumpsen. Die Fähigkeit zu krabbeln erlernte er praktischerweise genau am 1.2. und seitdem ist kein Zimmer mehr sicher vor ihm. Am feinsten scheint es aber im Bad und im Gang zu sein, ob es an der Fußbodenheizung liegt oder an anderen Faktoren, kann er mir leider noch nicht beantworten.

Seit gut zwei Wochen wurde aus den vereinzelten Lauten ein „pfffffff“ (ob das an den Rallye-Videos lag, die er mit dem Papa angeschaut hat), er quetscht seine Zunge zwischen die Lippen und hat dann eine äußerst feuchte Aussprache und neuerdings brabbelt er mit. Überall, immer und ständig.

Die Beikost liebt er, mittlerweile denkt er, dass er eh schon alles essen kann und verlangt bei der abendlichen Familienmahlzeit nach allem, was sich auf unseren Tellern befindet. Nachdem er es aber nicht bekommt, gibt er sich auch mit einem Gemüsebrei zufrieden, Hauptsache dabei sein und nicht immer dieses langweilige Fläschchen trinken müssen, das machen die Großen ja auch nicht.

Laurin ist in so vielen Dingen schneller, als es Flora war; kein Wunder bei so vielen Vorbildern, davon eines schon fast auf Augenhöhe…. Lass dir noch ein bisschen Zeit, liebes Zwergpiratchen, loslassen muss ich eh noch früh genug….

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{Laurin} 7 Monate

2015_02_22_LaurinKrabbeln69,5 cm, 8900 gr, Kleidergröße 74, 2 Zähne

In diesem Monat hat sich viel getan. Am wichtigsten ist wohl deine selbstbestimmte Mobilität. Seit 1. Feber (praktisch zu merken) krabbelst du und seitdem ist kein Zimmer mehr sicher. Flora hat sich relativ schnell daran gewöhnt: ihre Spielsachen landen auf dem Bett (da kamst du nicht hin) und die Kinderzimmertür ist immer zu, wenn sie zuhause ist. 😉

Krabbeln alleine reicht dir allerdings nicht, seit ein paar Tagen ziehst du dich immer und überall in den Stand (im Bett, unterm Küchentisch, beim Wohnzimmertisch, an der Wickeltasche… die Möglichkeiten enden nie). Anfangs hast du dir gaaaanz furchtbar viele blaue Flecken geholt, mittlerweile hast du das gezielte Umfallen auch ganz gut im Griff. Als nächstes willst du gehen – ich rechne damit, dass du zum 1. Geburtstag schon selbst um den Tisch saust.

Dich alleine aufrecht hinsetzen kannst du übrigens noch nicht. Du stützt dich mit einer Hand ab, aber das hindert dich nicht weiter.

Ein paar Wochen lang hast du nachts recht schlecht geschlafen und bist alle 3 Stunden aufgewacht, mittlerweile schläfst du meistens wieder durch (von 20 bis 6 Uhr). Das tut uns allen gut. Tagsüber machst du zwei bis drei kurze Schläfchen.

Du himmelst deine Schwester an, auch wenn sie dir die Tür vor der Nase zumacht. Das macht dir aber nix aus, denn sie kommt ja immer wieder raus.

Du genießt einen Papa-Vormittag, während Flora und ich die Stadt bei einem Mädelsausflug unsicher machen, wir treffen Tante Manuela zum Kaffee in der Stadt, veranstalten ein Oma-Gipfeltreffen, du plagst dich nach der zweiten 6fach-Impfung mit Fieber (und alles blöd und doof, nur kuscheln ist fein), wir legen dein Bett tiefer, weil du dort stehend herumturnst.

Den Faschingsdienstag samt Umzug und verkleideter Schwester hast du ordentlich verschlafen. Macht nix, es werden noch vieeeele kommen. (Du warst übrigens als Zwergpirat verkleidet. Inklusive aufgemaltem Schnauzerchen. 😀 )

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{Laurin} 6 Monate

2015_01_22_LaurinamSofasitzend68,5cm, 8.750 gr, 42cm KU, Kleidergröße 68-74, 2 Zähne

Mit sechs Monaten bekommt man täglich eine Breimahlzeit. Und die schmeckt herrlich! Vor allem ist es sooo super, dass Mama immer wieder neue Geschmäcker parat hat. Wenn ich Laurin’s Meinung nach zu langsam bin, fängt er an zu hampeln und zu fuchteln „schneller!!!“. Wir haben auch schon Obstbrei verkostet, das Resultat waren ein Gesichtszwicken und zusammengekneifte Augen, ich konnte mir das Lachen fast nicht verbeißen. Seitdem halten wir uns bei Karotten-Kartoffel-Gemüsebrei auf.

Am schönsten ist übrigens das freudige, erwartungsvolle Gesicht von Laurin und seine Freude, dass er mit uns am Tisch sitzen und wie die Großen essen darf. Das beim Tisch-sitzen sah eine Weile so aus: Wir schieben den Wohnzimmertisch zum Esstisch, Laurin sitzt in der Wippe und hat so einen guten Überblick über den Tisch und alles, was dort vor sich geht. Mittlerweile hat Flora dem kleinen Bruder den TrippTrapp vererbt und deshalb sitzt unser Zwergpiratchen ab sofort beim Essen mit uns bei Tisch.

Eine Zeitlang war das Einschlaf-schaukeltragen sowas von uncool, Laurin wollte alles sehen und das geht nur uns ausschließlich aufrecht, Mama’s Schulter ansabbernd. Schließlich haben wir uns darauf geeinigt, dass er in der Bauchtrage sitzt, dort rausspechteln und gemütlich einschlafen kannt. Doch auch das im eigenen Bett einschlafen üben wir fleißig und es klappt manchmal schon ganz gut.

Wenn wir unterwegs sind (lange und kurze Strecken), ist Laurin nach wie vor ganz unkompliziert, er liegt noch immer in der Wanne, und ich bin gespannt, ob er zuerst die Wanne sprengt oder freiwillig in den Sportwagenaufsatz wechselt.

Weihnachten war toll, Silvester war noch cooler, da hat der Kleine auf groß gemacht nämlich bis auf ein kurzes Päuschen von 23.45 bis 0.10 Uhr anschließend noch bis 2 Uhr Party gemacht. Einziger verbleibender Partygast war übrigens ich. Alle anderen waren schon im Bett und durften schlafen.

Wir haben den Tierpark Schönbrunn unsicher gemacht, obwohl Laurin die ganzen Tiere schnarch-egal waren. Aber uns (dem Rest der Crew) hat es supergut gefallen.

Laurin schwingt sich in den Vierfüßler, er sieht dabei aus wie ein Hase. Dann wippt er mit seinem Popo vor und zurück. Er würde so gerne nach vorne greifen, aber das klappt noch nicht. Überhaupt ist er recht mobil geworden: er rollt, nein kugelt durch die Wohnung, hält dabei stabil seinen Kopf und es macht ganz selten „bampf“. Es kann schon mal passieren, dass man sich in eine missliche Lage bringt, aber Mama hat ihn noch immer aus jeder Zwickmühle befreit. Heute hat sich unser großer Kleiner tatsächlich zu seiner Spielzeugkiste vorgearbeitet, hineingelugt, überlegt und sich dann ein Spielzeug rausgeholt. *hach*

Er plappert den ganzen Tag, zuerst hauptsächlich „mmmpf“ (mit eingeklemmter Unterlippe, vermutlich der Zähne wegen) und jetzt „ga ge ga igeee“, „uoooh“ und „eeeeh“. Und frühmorgens, gleich nach dem Aufwachen bekommt man immer ein Lächeln geschenkt. Laurin lacht und quietscht, wenn man ihn kitzelt, er kekst sich richtig ab und es macht im Spaß mit uns zu Lachen.

Alles, wirklich alles, was seine Fingerchen zu fassen kriegen, landet probehalber im Mund, es könnte erstens was zu essen sein und zweitens wurde es sicher noch niemals nicht komplett nassgesabbert.

Er hat seine Ohren entdeckt und bearbeitet sie fleißig. Man kann sie quetschen, zwicken, daran sanft ziehen, ein bisschen massieren und manchmal macht man das auch vor dem Einschlafen. Zum Einschlafen benötigt das Bebi von heute übrigens immer ein Kuscheltuch, wobei es (glücklicherweise) nicht immer das selbe sein muss.

Mit sechs Monaten hat man den Spitznamen „Laurin Zweizahn“. Die beiden unteren Schneidezähne sind nämlich durch.

Das Bebi-Leben ist also durchaus spannend, natürlich gibt es auch verzweifelte Momente, aber diese halten sich doch sehr in Grenzen. Unser kleiner Laurin ist ein Sonnenschein, ein Quell guter Laune, ausgeglichen und zufrieden (außer die Windel ist voll oder man ist hungrig. Aber geht uns das nicht allen so? 😉 ).

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{Flora} 3 Jahre 7 Monate

2015_01_18_Flora_an_der_Handtechnische Daten werden nachgereicht 😉 Gr. 98/104, Schuhgröße 25

Du gehst gerne in den Kindergarten. Nachher bist du meist sehr müde und so brauchen wir unterschiedlich lange nach Hause, mal laut, mal leise. Unglaublich, wie gleichgültig deinem Bruder das alles ist.

Im KiGa bastelt ihr auch viel, du machst mir jeden Tag ein Monster oder du malst mir ein Bild, das ich natürlich mit nach Hause nehmen muss. Zuhause möchtest du am liebsten weiterbasteln, Schere und Pick liegen griffbereit und werden großzügig verwendet. Du Basteltante, du.

Du bist eindeutig ein Mädchen: Ballettschuhe, Tüllrock, Spangelen überall am ganzen Kopf. Du „schmückst“ (schminkst) dich und ich darf dich dann bewundern und loben. Du benutzt abends die Terassentür als Spiegel und drehst und wendest dich und betrachtest dein verschwommenes Spiegelbild.

Das Schlafengeh-Ritual ändert sich wieder. Seit dem Umzug in unsere neue Wohnung sind wir mit dir im Zimmer geblieben, bis du eingeschlafen bist. Das konnte ganz schön lange dauern. Mittlerweile (seit 2 Wochen) suchst du dir eine Gutenachtgeschichte aus, anschließend wird gekuschelt, die Schlafemusik wird eingeschalten und dann schläfst du alleine bei offener Zimmertür ein. Selbstverständlich ist dir der Fernseher zu laut oder du kannst Papa oder mich nicht sehen oder Laurin lacht zu laut, aber wehe wir schlagen vor, die Tür zu schließen …. Trotzdem hast du dich daran gewöhnt und es klappt fast immer ganz toll.

Apropos Gutenachtgeschichte bzw. Lesen. Am allerliebsten hättest du das ganze Buch von „Laura’s Stern“ in einem Stück vorgelesen bekommen, deshalb hast du frühmorgens dem Papa erklärt „Papa, zeigst du mir wie das Lesen geht?“.

Wir hatten Besuch von Isabella und Magdalena, die das Zimmer kurzfristig neu eingerichtet haben, aber anschließend als ihr eigener Putztrupp alles wieder in den Originalzustand zurückversetzt haben. Es war ein toller Nachmittag, den wir unbedingt bald wiederholen müssen. Wir haben deine Kindergartenfreundin Julia besucht und ihr versteht euch gut, seid ihr doch nur 1 Tag unterschiedlich alt. Ihr spielt, streitet, lacht, zickt und liebt euch heiß und innig.

Du hast deinen TrippTrapp an Laurin vererbt und sitzt ab sofort auf einem großen Kinderstuhl, so wie Marie einen hat. Marie (deren Name dir nicht immer einfällt und du frägst mich dann ganz verstohlen „Mama, wie heißt sie nochmal?) und Florian haben wir über Silvester besucht, ihr habt euch gut vertragen und toll gespielt, Marie hat ALLES mit dir geteilt. Nach 3 Tagen hat die Müdigkeit dann doch Überhand genommen, das harmonische Spielen wurde seltener, aber da war für uns ohnehin schon Zeit wieder nach Hause zu fahren.

Wir haben einen ausführlichen Besuch im Tiergarten Schönbrunn unternommen und du zeichnest jetzt mit großer Begeisterung Löwen und Giraffen, wir haben auch Elefanten, Eisbären, Affen, Krokodile, Riesenschildkröten…. gesehen. Es war toll!

Nach unserem Besuch in Klosterneuburg haben wir unsere Freunde in St. Koloman besucht, glücklicherweise gab es dort haufenweise Schnee und Bernhard hat mit dir einen tollen Schneemann gebaut und eine kleine Schlittenfahrt konntest du auch machen. Die langen Autofahrten machen dir gar nix aus, im neuen Auto siehst du gut raus und beobachtest auch im Dunkeln das Geschehen.

Du bist eine tolle große Schwester, bist kaum garstig zu Laurin, bringst ihm das Spielzeug, wischst schon mal seine Spuckespur ab, bringst ihn zum Lachen und kannst dir ein Leben ohne ihn gar nicht mehr vorstellen. Noch nie habe ich ein „er soll wieder gehen“ gehört, nein, er gehört zu uns und er ist „mein kleiner Bruder“. Wehe, es kommt ihm ein anderes Kind zu nahe. Neulich, als wir mit den Kindergartenzwillingsfreunden ein Stück nach Hause spaziert sind und beide Jungs unbedingt links und rechts vom Kinderwagen gehen wollten, weil die Neugierde aufs Bebi sooo groß war, da hast du ganz klar gesagt, was Sache ist und hast deinen Platz behauptet.

Wir alle bekommen „Mama (Papa oder Laurin), ich hab dich lieb, ich beschütze dich und …. (Denkpause) nit vergessen aufs Klo zu gehen“ zu hören, mehrmals täglich. Ich weiß zwar nicht, wo dieser Beschützersatz herkommt, aber ich finde ihn sehr schön und auch sehr wichtig.

Am meisten beschäftigt uns das ständige Wechselspiel zwischen soooo lieb und sooooooo garstig. Ein falscher Blick, ein falsches Wort und du flippst aus. Schreist so ausdauernd und laut, dass du nachher Halskratzen hast, dass dir die Stimme fast versagt, zitterst und bebst vor lauter Zorn, aufgestauter Energie und ohne Möglichkeit, dich wieder zu beruhigen. Schreist, weinst, brüllst, bist verzweifelt und lässt doch niemanden ran. In dieser ganzen Szenerie die Ruhe zu bewahren ist ein Tanz auf dem Drahtseil und es gelingt mir nicht immer. Mittlerweile kann ich besser damit umgehen; ich trage dich behutsam aufs Bett und erkläre dir, dass es man natürlich schlechte Laune haben darf, aber dass es viel zu laut ist, bitte dich, tief Luft zu holen, aber auch da brauchen wir etliche Wiederholungen. Unendlich lange Zeit später kommst du dann, lässt dich kuscheln und trösten und musst noch lange nachweinen und nachseufzen. Wir schaffen das, ganz sicher. Ich bin für dich da. Ich fang dich auf, wenn du mich lässt. Und auch wenn du es nicht zulässt, ich bin da. Ich hab dich lieb.

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{Laurin} 5 Monate

2014_12_22_Laurin_schwarzweissca. 65 cm, ca. 8 kg, Kleidergröße 68-74, Zähne: 0

Drehen ist kein Problem mehr, du rollst immer wieder mal in der Wohnung umher. Du machst viele Übungen auf dem Bauch liegend, du greifst, du willst deinen Po in die Höhe stemmen und ganz unbedingt das Krabbeln lernen. Das dauert aber noch.

Du würdest so gerne mitessen, aber das heben wir uns für die Weihnachtsferien auf. Aber ich bin ja schon soooo gespannt. Stattdessen kaust du auf allem, was den Weg in deinen Mund findet. Kleidung, Kuscheldecke, Lulli, Kuscheltiere, Mamas Finger (die werden zielstrebig reingesteckt). Deine Zähne plagen dich, aber noch immer ist keiner zu sehen. Im Unterkiefer lassen sie sich aber schon ganz gut erahnen.

Du bist Seitenschläfer, kuschelst zum Einschlafen immer noch gerne auf dem Arm und lässt dich in den Schlaf wiegen. Du schläfst gut und noch immer meistens durch.

Den Nikolaus verschläfst du, aber Flora erzählt dir vom Nikolaus, der sie im Kindergarten besucht hat. Dafür waren wir aber am Christkindlmarkt, von den Lichtern warst du ganz unglaublich begeistert.

Wir lernen Simon kennen und veranstalten gemeinsam ein großes Kekse-Backen. Euch beide interessiert das komischerweise nicht wirklich, aber eure Schwestern sind gaaanz fleißig, besonders beim Zuckerdekoaufessen.

Du lächelst, lachst und juchizt fast den ganzen lieben langen Tag, es ist eine Freude mit dir zu lachen. Ungestüme Flora-Attacken nimmst du ganz entspannt hin, ihr Unterhaltungsprogramm ist weitaus besser, als alles andere, was wir dir bieten. Jaja, mit Flora können wir nicht mithalten.

Als nächstes feieren wir gemeinsam Weihnachten und wir freuen uns schon sehr drauf. Du wirst dich eher für das bunte Raschelpapier als für die Geschenke interessieren. Egal, Hauptsache, du bist dabei.

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